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David Szalay: Spring (lme)

Juni/2013, Nummer 45 im Buchclub

Erscheinungsdatum: 2011

Genre: Roman

Sprache: Englisch

Format: Taschenbuch

1. Warum dieses Buch?

Auf David Szalay bin ich durch die letzte Granta Liste aufmerksam geworden, in der er zu den besten Romanciers Großbritanniens gezählt wurde. Spring hörte sich nach einer intelligent erzählten Geschichte an, die das Thema Beziehung mit dem modernen Urbanismus verknüpft.

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Da es sich bei Szalay um einen der 20 besten Schriftsteller handeln soll, hatte ich natürlich hohe Erwartungen an das Buch. Ich wollte nicht nur auf höchster Stufe unterhalten werden, sondern hoffte auch auf eine besondere literarische Sprache.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

In Spring beschreibt der Autor die gemeinsame Zeit von James und Katherine. Katherine ist zwar noch verheiratet, ihre Beziehung ist aber in die Brüche gegangen. Nun steht sie vor einer neuen Entscheidung. Soll sie sich erneut binden, oder doch ihren Traum eines eigenen Hotels erfüllen. James ist ein Self-made-man. Er leitete verschiedene Unternehmen (vom Pizzaservice bis zum Dotcom Unternehmen an der Börse, bei dem er Multimillion Doller verdiente und am Ende doch alles wieder verlor). Jetzt lebt er glücklich und ohne außerordentlich viel Geld in London und findet immer wieder neue Ideen Geld zu verdienen.

4. Was hälst Du vom Plot?

Das Buch hat mich leider nicht überzeugt, was den Plot angeht. Aber vielleicht wollte es das auch nicht. Die Geschichte wird sehr langweilig erzählt, es geschieht nichts Spannendes, nicht Weltbewegendes, nicht Herzergreifendes.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

Bereits hier zeigt sich, dass der Autor mit verschiedenen Strängen spielen wird. Das Thema Stadt und das Thema Liebe treffen schon hier aufeinander.

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Ja, das Ende fand ich, was die Handlung angeht noch das Beste, da es relativ unerwartet war.

7. Zentrale Themen?

In Spring zeichnet David Szalay das Portrait unserer Generation der 00er Jahre. Alles ist möglich, man ist der Schöpfer seinen eigenen Lebens und Glücks. Szalay schreibt hier, und das ist das Besondere an diesem Roman, ein Stück post-Popliteratur. Damit hat er die Aufnahme in die Liste der Besten Romanciers Großbritanniens sicher verdient. Nicht mehr die Musik und der Reichtum stehen im Vordergrund, sondern das Sein, der Weg zum Glück und Beziehungen. Geld übernimmt die Rolle die die Drogen in der Popliteratur spielten.

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Die Charaktere bleiben recht offen, aber ich gehe davon aus, dass der Autor diesen Zweck auf verfolgte, da so die Identifizierung mit den Figuren eher gewährleistet ist.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Das ist ihm sehr gut gelungen. Er malt ein Bild des heutigen Londons auf, wie wir es kennen. Der Plot ist unglaublich lebensecht. Gerade über die heutige Generation habe ich so etwas noch nicht gelesen.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Auch die Sprache Szalays ist besonders. Nicht mehr Umgangssprache und Kraftausdrücke stehen im Vordergrund, sondern es ist eine gehobene Sprache, durch die sich der Autor auszeichnet.

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

Man sollte es einmal mit Christian Krachts Faserland vergleichen.

13. Wie ließ sich dan Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

Das Buch war sehr gut zu lesen, es ist auch nicht besonders lang.

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

4,50 Euro. Das ist es auch wert.

15. Stärken des Buches?

Spring regt uns an, über das eigene Leben nachzudenken. Es ist eine Skizze der heutigen Welt, wie ich sie so noch nicht gelesen habe. Besonders die Sprache ist eindrucksvoll.

16. Schwächen des Buches?

Der Plot ist mir zu platt. Womöglich ist das Leben aber so. Wer weiß…

17. Besonderheit des Buches?

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

Ich empfehle das Buch all jenen, die sich für die Generation der heute 30-40 Jährigen interessieren. Und gerne lesen.

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Nein.

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Nein.

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Ich habe gelernt, dass man auch die heutige Generation auf den Punkt bringen kann.