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Nils Trede: Das versteinerte Leben

(as) Xavier lebt ein Leben zwischen zwei Inseln in derselben Stadt, die ganze zwei Welten für ihn bedeuten. Auf der einen führt er das Restaurant, das den Lebensinhalt seiner kranken Mutter darstellt. Auf der anderen ist er ein Polizeiarzt, der den Verhafteten ihre Gesundheit bescheinigen soll. Eine junge Frau, die ihrerseits glücklich mit ihrem Freund lebt, wird zu seinem Lichtblick, zu seiner Sehnsucht, zu seiner Obsession in der von Eiseskälte heimgesuchten Stadt. Wird sie seine Lebenshälften zu einem Ganzen machen?

Ein wunderbarer Roman, der zum Einzelgänger in uns, zu dem, der nicht immer gerne seine gesellschaftliche Maske trägt, spricht und von der unglaublichen Verdichtung der Alltagsmomente lebt. Das Essen einer Dorade, die Betriebsfeier in einer Karaoke-Bar, ein heißes Bad, das alles und viel mehr wird zu einem intensiven Erlebnis. Das echte Leben ist zwischen den Zeilen spürbar, mal tragisch, mal berührend, mal Hoffnung schöpfend.

Vom Deutschen Nils Trede ursprünglich auf Französisch vefasst, liegt das Buch nun in seine Muttersprache übersetzt vor. Unbedingt zu empfehlen.

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