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Katharina Saalfrank: Du bist okay, so wie du bist

(lme) Die „Super-Nanny“ Katharina Saalfrank legt ihren ersten Erziehungsratgeber vor. Doch nein, es handelt sich hier nicht um einen Erziehungsratgeber im herkömmlichen Sinne – die Autorin wendet sich nämlich ab von der Idee der Erziehung.

Vielmehr wünscht sie allen, die mit Kindern zu tun haben, die Möglichkeit eine Beziehung mit den Kindern zu schaffen. Erziehung sei, so Saalfrank, immer von oben herab, ausgeübt durch die Macht der Eltern ihren Kindern gegenüber. Wichtiger jedoch, so die Pädagogin, wäre es, eine Beziehung mit den Kindern einzugehen, und sich auf gleicher Ebene miteinander zu unterhalten.

Wie genau der Umgang mit Kindern dann aussehen könnte, da bleibt Saalfrank leider recht vage. Nur wenige Beispiele durchbrechen ihren Text – da wünschte sich der Laie noch mehr Anregungen. Saalfrank geht davon aus, dass es zu einer Emanzipation des Kindes kommen muss (sie verwendet dieses Wort natürlich nicht, es wäre wohl zu sehr von den Erwachsenen besetzt).

Insgesamt ist dies ein lesenswerter Ratgeber, der helfen will, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und nicht davon ausgeht, dass Kinder Tyrannen oder Nervzwerge sind.

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Neil Gaiman im Guardian

(lme) Der Kinder- und Jugendbuchautor Neil Gaiman wurde von der englischen „Reading Agency“ eingeladen, um einen Vortrag über die Wichtigkeit des Lesens und der Bibliotheken zu halten. Er hat dies auf so eindringliche Weise getan, dass wir es für sinnvoll erachten, ein paar seiner Ideen und Thesen hier vorzustellen. (Wer das ganze Interview lesen möchte, kann das hier tun).

Gaiman sagt sehr richtig, dass der Gedanke wir bräuchten keine Schrift und keine Literatur mehr, da sich die Fähigkeit zu lesen überleben würde, vollkommen falsch ist. Gerade in den technischen Medien, die wir tagtäglich benutzen, brauchen wir die Schrift als Kommunikationsmittel sogar mehr, als die Sprache.

Er fand heraus, dass es in Gesellschaften, die einen hohen Anteil an Analphabeten haben, sehr viel häufiger zu Gewalttaten und Verbrechen  kommt und dass sogar China, nach langem zögern, seine Buchwelt der Science Fiction geöffnet hat, da sie feststellten, dass diejenigen, die kreative Ideen was Fortschritt angeht haben,  die Menschen sind, die in ihrer Kindheit Science Fiction Bücher gelesen haben.

Er sagt, dass es unsere Pflicht ist zu lesen und unseren Kindern die Welten der Imagination zu öffnen, da sie diese Fähigkeit brauchen um die Welt in der wir leben etwas besser zu machen. Wir alle stellen jeden Tag durch Literatur fest, dass

The world doesn’t have to be like this. Things can be different.

Seinen Vortrag schließt er mit einem Zitat von Albert Einstein. Diese Worte kann man nur einfach so stehen lassen.

„Albert Einstein was asked once how we could make our children intelligent. His reply was both simple and wise. „If you want your children to be intelligent,“ he said, „read them fairy tales. If you want them to be more intelligent, read them more fairy tales.“ He understood the value of reading, and of imagining. I hope we can give our children a world in which they will read, and be read to, and imagine, and understand.“