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Jon Kalman Stefansson: Sommerlicht, und dann kommt die Nacht

(lme) Der isländische Autor Stefansson gewährt in diesem Buch innerhalb der Stadtgrenze eines 500 Seelen Dorfes irgendwo in Island Einblicke in die Lebensgeschichten der Bewohner. In der Tradition isländischer Sagas lässt er kein Thema aus: Liebe, Neid, Misgunst, Spuk und Freundschaft sind die Hauptthemen, die er anspricht.

Der Einstieg in den Roman fällt schwer, da die einzelnen Geschichten nicht unmittelbar miteinander verknüpft sind. Erst langsam formt sich das Bild des Dorfes und seiner Einwohner, erst allmählich wird man der eigentümlichen Vorgänge gewahr, die sich am Ende doch als menschlich, allzu menschlich, herausstellen.

Empfehlen will ich „Sommerlicht, und dann kommt die Nacht“ all jenen, die sich für nordische Kultur interessieren und auch Menschen, die ein Buch auch einmal längere Zeit aus der Hand legen wollen, ohne gleich den Anschluss zu verlieren.

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