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Besondere Bücher bei Tubuk

(lme) Werfen wir einen Blick auf die Bestsellerlisten, fällt dabei auch eines auf: Es teilen sich die großen Verlage die oberen Plätze. Dabei findet man oft gerade in kleinen Verlagen besondere Bücher, die eine Spitzenposition verdient hätten. Aber in Buchhandlungen und Feuilletons sind sie nur selten zu finden und so ist es oft ein großer Zufall, wenn man auf sie stößt. (An dieser Stelle sei auch die Meyersche Buchhandlung in Köln empfohlen, die ein eigenes Regal für die schönen Bücher der unabhängigen klein-Verlage unterhält.)

Dem möchte Tubuk entgegenwirken. Hier geht es um einen gemeinsamen Onlineshop von unabhängigen Verlagen, deren Bücher „Aufmerksamkeit verdient haben“. Es geht hierbei also zum einen um kleine Verlage und zum anderen um weniger bekannte Autoren. Nichtsdestotrotz kann man auch das Buch der diesjährigen Gewinnerin des Ingeborg Bachmann Preises bei Tubuk erstehen, ist es doch im Wallsteinverlag veröffentlicht worden.

Eine Stadt ohne Buchhandlung…

(lme) In den letzten 11 Jahren mussten in Großbritannien 2000 Buchhandlungen schliessen, wie der Telegraph berichtete. Damit gibt es ca. 600 Orte in England, die keine einzige Buchhandlung mehr besitzen.

Was ist davon zu halten? Auf der einen Seite sind Bücher heute über das Internet in kurzer Zeit erhältlich, oftmals schneller als in jeder Buchhandlung. Auf der anderen Seite ist eine Stadt ohne Bücher wie ein Mensch ohne Seele (frei nach Cicero).

Doch vielleicht sind die Zeiten der Buchhandlungen auch einfach vergangen und Bücher trotzdem noch nicht ausgestorben. Heute kann man jedes Buch der Welt innerhalb weniger Sekunden im Internet finden und lesen, man kann Auszüge markieren, drucken und seine ganze Bibliothek auf jede Reise mitnehmen. Das eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten und ist eine Entwicklung, vor der wir uns nicht verschliessen können, selbst wenn wir wollten.

Büchern wird es vielleicht anders ergehen als Schallplatten, denn sie wurden von Institutionen gesammelt, die sie aufbewahren werden, solange sie können. Und dennoch werden auch diese Institutionen, wie Bibliotheken, Universitäten und private Sammler umdenken müssen. Umberto Eco verhalf mir zu diesem Umdenken durch sein Buch „Die Kunst des Bücherliebens“, in dem er beschreibt, dass Verlage heute Papier verwenden, das nicht für die Ewigkeit gemacht ist (anders als Bücher aus dem 17. und 18 Jahrhundert). Aktuelle Bücher werden die nächsten 100 Jahre sicherlich nicht überstehen. Es sei denn, man hat sie auf seiner Festplatte gespeichert…

Wie steht ihr zur „digitalen Revolution“?