Archiv der Kategorie: Schmetterling

Alle Fragen – alle Antworten

Donna Tartt: The Goldfinch (lme)

goldfinchMai 2014, Nummer 55 im Buchclub

 

Erscheinungsdatum: 2014

Genre: Roman

Sprache: Englisch

Format: Hardcover

 

1. Warum dieses Buch?

Sicherlich habe ich das Buch wegen seines Covers so lange missachtet. Auch hatte ich Angst, dass es eine langweilige Abhandlung über ein uraltes Meisterwerk sein könnte. Als Tartt dann aber den Pulitzerpreis gewann, konnte auch ich nicht mehr widerstehen, so dass wir haben The Goldfinch für die Seitenspinner im Mai ausgesucht haben.

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Ich war immer noch nicht sicher, was ich davon halten sollte und habe mir erstmal nicht viele Hoffnungen gemacht, dass ich das Buch mögen würde.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

Dieses über 700 Seiten lange Buch zusammenzufassen, ohne dabei etwas vom Plot preiszugeben, ist schwer. Hier geht es um die Geschichte von Theodore Decker, der im Alter von 13 Jahren einen schweren Schicksalsschlag erfährt. Von da an ist seine Lebensgeschichte eng verbunden mit der des Gemäldes „The Goldfinch“ von Carel Fabritius. Werk und Hauptfigur reisen durch die Welt, können nicht mit- aber auch nicht mehr ohne einander, so scheint es.

4. Was hältst Du vom Plot?

Tartt schafft es hier eine Geschichte zu spinnen, die so gut durchdacht und so schlüssig ist, dass man nicht mehr aufhören kann, zu lesen.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

Der Einstieg war gleich sehr spannend und schon hier steht fest, dass dies ein spannendes Buch werden wird.

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Ja, das Ende passt genau zum Rest des Buches. Der Erzähler wendet sich mit einem Fazit an den Leser und lässt ihn nicht einfach zurück. Ein fast märchenhaftes Ende in diesem Sinne.

7. Zentrale Themen?

Familie, Freundschaft, Ich-Sein, Ichfindung.

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Alle Charaktere sind so plastisch beschrieben, dass ich mich gar nicht für einen Lieblingscharakter entscheiden konnte.  Auch wenn ich nicht alle sympathisch fand, so habe ich mich doch in alle hineinversetzen können.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Das ist Donna Tartt sehr gut gelungen. Auch wenn die Story selber völlig abwegig ist, so zweifelte ich während des Lesens nicht einen Moment an der Welt, die Tartt hier aufgebaut hat.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Die Sprache ist nicht besonders, der Stil passt zum Buch. Es lässt sich schnell lesen, literarisch ist es nicht unbedingt wertvoll.

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

„Sometimes we want what we want even if it’s going to kill us. We can’t escape who we are.“

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

Ich habe mich manchmal an den Schatten des Windes von C.R.Zafon erinnert gefühlt. Tartt erwähnt auch viel Tolstoi und hat mich auf ihn als einen meiner nächsten Autoren neugierig gemacht.

13. Wie ließ sich das Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

Obwohl das Buch so dick war, habe ich es schnell lesen können. Leider ist es recht schwer und passt nicht in jede Handtasche, auch für das abendliche Lesen im Bett war es nicht besonders gut geeignet. Das ist mal wirklich ein Buch, dass man sich als ebook hätte kaufen sollen.

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

£10. Jetzt wo ich es gelesen habe, weiss ich, dass ich auch 20£ dafür ausgegeben hätte.

15. Stärken des Buches?

Der Plot

16. Schwächen des Buches?

Im Nachhinein muss man sagen, dass die Hauptfigur Theo einige Entscheidungen trifft, die man selber so in seinem Leben niemals getroffen hätte. Dennoch, vielleicht ist es ja gerade das, was das Buch spannend macht. Öffnet doch Literatur immer die Möglichkeit neue Erfahrungen durch die Augen eines anderen zu machen.

17. Besonderheit des Buches?

Dass The Goldfinch den Pulitzerpreis gewonnen hat, kann ich nicht ganz nachvollziehen, da ich es literarisch eben nicht besonders aufregend fand.

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

An Menschen, die gerne Kriminalromane lesen und vor allem gerne lesen. Man braucht schon ein bisschen Gewohnheit im Lesen um ein so dickes Buch anzugehen, meine ich.

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Nein

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Nein

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Ich werde mich mal an Tolstoi machen müssen!

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John Williams: Stoner (lme)

April 2014, Nummer 54 im Buchclub

Stoner

Erscheinungsdatum: 1965

Genre: Roman

Sprache: Englisch

Format: Taschenbuch

 

 

 

1. Warum dieses Buch?

Lange Zeit war dieses Buch vergessen und erlebt nun seit einigen Jahren einen derartigen Hype, dass auch wir es bei den Seitenspinnern besprechen wollten.

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Ich hoffte eine mitreißende Geschichte in Händen zu halten, ist dies doch „the best book you’ve never read“, wie es im Klappentext heißt.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

William Stoner hatte eigentlich eine ganz andere Zukunft vor sich, bis er durch verschiedene Zufälle geleitet, sein erstes Seminar in Englischer Literaturgeschichte besuchte. Hier blieb er hängen und wurde vom eifrigen Studenten zum belesenen Professor. Wie William Stoners Leben, beruflich und privat, verläuft, das schildert Williams in seinem Roman.

4. Was hältst Du vom Plot?

Die Geschichte ist wunderbar erzählt und ich muss sagen, dass es wirklich ein sehr gutes Buch ist. John Williams ist ein Meister des Erzählens, er schafft es, die Welt um Stoner so zu beschreiben, dass der Leser Teil wird. Immer mehr möchte man über den komischen Kauz erfahren, möchte wissen, wohin ihn sein Leben führt.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

Im ersten Absatz nimmt der Autor eigentlich die ganze Geschichte vorweg. Die große Kunst liegt darin, dass er die wenigen Sätze, mit denen Stoners Leben beschrieben werden kann, auf den nächsten 200 Seiten so mit Leben füllt, dass uns der „Held“ des Romans zum Vertrauten wird.

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Ja, das Ende ist unerwartet, aber wiederum sehr gut beschrieben.

7. Zentrale Themen?

Entfaltung, Beziehung, Arbeit, Kollegen und das Leben an sich.

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Williams hat das Talent, die Charaktere seines Romans so glaubwürdig und nachvollziehbar zu beschreiben, dass es große Freude bereitet, als Leser ihr Vertrauter zu werden.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Wie schon gesagt: Hierin liegt die größte Stärke dieses Romans. Williams erzählt in „Stoner“ von einer Welt, die schnell zur eigenen wird.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Die Sprache ist passend für die Zeit, in der das Buch geschrieben wurde. Heute ist sie nicht mehr ganz zeitgemäß, aber hier wird ja auch keine Geschichte aus dem Jahr 2014 erzählt, sondern eine die in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts spielt.

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

Bleibe wer du bist.

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

 

13. Wie ließ sich das Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

Das Buch ließ sich wunderbar lesen und verbreitet große Lust am und aufs Lesen.

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

ca. 6 £.

15. Stärken des Buches?

Das Buch ist insgesamt ein starkes Buch!

16. Schwächen des Buches?

Dass es irgendwann endet.

17. Besonderheit des Buches?

Besonders an diesem Buch ist, dass es ein Werk von literarischer Qualität ist, dass trotzdem unglaublich lesenswert ist. Ein Buch, dass man gerne weiterempfiehlt.

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

An jeden!

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Ja.

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Vielleicht. Darüber muss ich noch etwas nachdenken.

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Es hat meinen Lesehunger wieder entfacht.

Alice Munro: Too Much Happiness (lme)

Januar 2014, Nummer 51 im Buchclub

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Erscheinungsdatum: 2009

Genre: Short Stories

Sprache: Englisch

Format: Hardcover

1. Warum dieses Buch?

Als Alice Munro im vergangenen Jahr der Literaturnobelpreis verliehen wurde, hielt ich dies für eine wichtige und gute Entscheidung zu Gunsten der Literatur. Endlich wurde da eine ausgezeichnet, die für ein breites Publikum lesbar ist. Die Kurzgeschichten, die ich von ihr kannte, versprühten Emotionen und waren literarisch ansprechend, dennoch nicht zu anspruchsvoll.

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Ich erhoffte mir hier ein paar nette Kurzgeschichten zu lesen, die mir wie immer mehr Einblicke in (potentielle) Emotionen und Handlungen anderer Menschen geben würden.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

In „Too Much Happiness“ versammelt Munro zehn Kurzgeschichten, die alle gemeinsam haben, dass sie den Leser völlig aus der Bahn werfen, da seine Erwartungen nicht erfüllt und sein Glaube an das Gute im Menschen oft zerstört wird. Den Titel erhielt das Buch durch die letzte Kurzgeschichte, in der Munro einen Einblick in das Leben Sophia Kovalevky’s gibt. Gerade diese Story hat mich kaum angesprochen.

4. Was hältst Du vom Plot?

Die einzelnen Short Stories sind alle sehr lesenswert. Immer wieder erfindet Munro neue Szenarien, die den Leser auch an seine eigenen Grenzen bringen.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Die letzte Story, und damit das Ende des Buchs, hat mir leider nicht gefallen.

7. Zentrale Themen?

Das Selbst und die anderen.

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Passend für Short Stories werden bei den einzelnen Charakteren nur einige Charakterzüge näher beschrieben, alles andere bleibt dem Interpretationsspielraum des Lesers überlassen.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Dies ist die wirkliche Meisterschaft Munros. Auf 20 bis 50 Seiten schafft sie es, den Leser vollkommen in die Welt hineinzuziehen, die sie (be-)schreibt. Gerade das macht die Geschichten dann noch einmal lesenswerter.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Sprache und Stil sind einfach zu lesen und trotzdem keineswegs banal.

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

Lieber erst noch einmal nachdenken, bevor man einen Elektriker ins Haus lässt und ähnliches.

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

 

13. Wie ließ sich das Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

Das Buch ließ sich sehr gut lesen, auch wenn ich anderen Lesern raten würde, es nicht auf einmal ganz durchzulesen. Das ist nämlich das große Manko der Stories – sie sind alle sehr ähnlich. So weiß man nach der zweiten oder dritten schon, wie die nächste ausgehen wird.

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

Das weiß ich schon gar nicht mehr, ich habe es schon etwas länger besessen.

15. Stärken des Buches?

Die Welten, die Munro hier erschreibt.

16. Schwächen des Buches?

Die Geschichten sind sich alle sehr ähnlich.

17. Besonderheit des Buches?

 

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

 

Dieses Buch kann man gut weiterempfehlen und auch sehr gut verschenken, denke ich.

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Nein, aber ich werde bestimmt noch weitere Bücher von Munro lesen und kann nicht ausschließen, dass dann eines dabei ist, das zu einem neuen Lieblingsbuch wird.

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Nein.

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Nein.

Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt (lme)

Februar 2014, Nummer 52 im Buchclub

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Erscheinungsdatum: 2013

Genre: Roman

Sprache: Deutsch

Format: Taschenbuch

1. Warum dieses Buch?

Als Bestseller lag es auf den Verkaufstischen aus, die kühle Ironie lud ein und die verschiedenen Kulturen und Traditionen, die das Buch auf seinem Buchrücken anpreist klangen interessant.

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Ich erwartete, die spannende Geschichte einer jungen Dame zu lesen und mit ihr Kulturen und Länder zu erforschen.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

Mascha ist auf der Suche, nach sich, nach Liebe und nach einer Heimat. Sie klammert sich an Momente, an Orte und an Menschen, die ihr alle durch die Finger zu gleiten scheinen. Das Buch ist surreal, immer weiter fiebert Mascha so wie ihr Freund Elias und lässt den Leser am Ende heillos im Stich und auf sich allein gestellt auf einem Schlachtfeld zurück.

4. Was hältst Du vom Plot?

Die Story, die Grjasnowa uns hier erzählt ist völlig verworren und hat mich überhaupt nicht mitgenommen. Ich war ehrlich gesagt froh, als das Buch endlich zu Ende war.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

In Medias Res: Menschen urinieren in Maschas Hauseingang und viel besser wird es leider auch nicht.

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Nein. Wie schon angedeutet bleibt der Leser einfach zurück.

7. Zentrale Themen?

Suche, Liebe, Freundschaft, Identität, Judentum?

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Überhaupt nicht gut. Alle miteinander blieben mir so fern, dass ich mit keinem einzigen Mitleid haben konnte.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Grjasnowa beschreibt eine Welt, die so vielleicht ist, zu der die Sprache, die sie wählt aber keineswegs passt. Zum Beispiel gleich auf der ersten Seite: „Jeden Morgen, gegen fünf, luden die Väter, Brüder, Cousins unter unseren Fenstern ihre Kleintransporter aus, knallten mit den Türen, bauten ihre Stände auf, tranken Tee, kochten Maiskolben und warteten, dass die Straße sich füllte und sie mit ihrem automatisierten Singsang ihr Obst anpreisen konnten.“ Hier fehlt es doch vollkommen an empathischer Sprache. Grjasnowa beschreibt in langen Sätzen, mit Wörtern, die hier wohl kaum in den Zusammenhang passen, was da unter ihrem Fenster vor sich geht – „Kleintransporter“, das ist ein Wort, das hier ganz falsch klingt. Und so geht es über den gesamten Kurzroman weiter.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Die Sprache ist gut, aber sie passt nicht zu dieser Story.

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

Da konnte ich nichts finden

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

 

13. Wie ließ sich das Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

Schnelles Lesen musste hier sein!

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

9,90 €. Das war es nicht wert.

15. Stärken des Buches?

 

16. Schwächen des Buches?

Sprache und Story passen nicht zusammen.

17. Besonderheit des Buches?

 

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

Ich werde es nicht weiterempfehlen. 

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Nein.

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Nein.

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Nein.

Jean-Michel Guenassia: Le club des incorrigibles optimistes (as)

November/Dezember 2013, Nummer 50 im Buchclub

Erscheinungsdatum: 2009

Genre: Roman

Sprache: französisch

Format: Taschenbuch

1. Warum dieses Buch?

Das Buch ist in Frankreich viel besprochen worden und hat vor einigen Jahren mehrere Preise gewonnen, wie zum Beispiel den Prix Goncourt des lycéens.

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Eine mitreißende und heitere, eben optimistische Geschichte zu lesen.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

Michel Marini beschreibt seine Kindheitsjahre im Paris der 60er Jahre. Wir erleben so die Atmosphäre in dieser aufregenden Stadt inmitten des Algerienkriegs und in einem Europa, geteilt durch den eisernen Vorhang. Michel sucht sich ungewöhnliche Freunde: die Mitglieder eines Schachclubs von Exilanten des Ostblocks, die in den Westen geflüchtet sind.

4. Was hältst Du vom Plot?

Gute Geschichte, die verschiedene Fäden zusammenhält und somit ein Panorama schafft.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

Gut. Ein zunächst nicht sehr interessante Vorwegnahme, die man sich nach der Lektüre des gesamten Buches nochmal vornehmen sollte. Erst da ergibt sich der Sinn.

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Etwas kitschig, aber irgendetwas Tragisches, das dann doch Hoffnung schafft musste passieren.

7. Zentrale Themen?

Freundschaft, Jugend, die Widrigkeiten des Lebens und Paris.

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Gut.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Glaubwürdig. Wenn man einige zeit in Paris lebt, erkennt man viele Straßen und Orte wieder. Vielleicht sind sie sogar etwas zu oft zitiert. Die Stimmung sollte auch ohne diese expliziten Bezeichnungen auskommen.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Gut und flüßig.

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

Das Leben ist hart, aber so ist es eben.

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

Es ist eine Art erweiterter Familienroman.

13. Wie ließ sich das Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

3 Wochen. Es ließ sich sehr locker lesen, kein Problem für die Metro.

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

8,60€, das ist es auch wert.

15. Stärken des Buches?

Liebenswerte Charaktere.

16. Schwächen des Buches?

Ein wenig lang und vielleicht nicht besonders genug. So etwas ähnliches hat man schon gelesen.

17. Besonderheit des Buches?

Gute Frage.

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

An Leute, die mit einem Schmöker locker etwas abschalten wollen.

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Nein.

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Nein.

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Nein.

Ruth Ozeki: A Tale for the Time Being (lme)

September/2013, Nummer 48 im Buchclub

Erscheinungsdatum: 2013

Genre: Roman

Sprache: Englisch

Format: Taschenbuch

1. Warum dieses Buch?

A Tale for the Time Being stand auf der Longlist des Booker Prize in diesem Jahr und hörte sich von seiner Beschreibung sehr interessant an.

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Natürlich habe ich, getreu dem Klappentext, erwartet, dass es mein Leben verändert.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

In diesem Buch, das aus zwei Strängen besteht, geht es um die Jugendliche Nao aus Japan und die Autorin Ruth. Eines Tages findet Ruth bei einem Strandspaziergang Naos Tagebuch, das durch den Tsunami ins Meer gespült worden sein muss und nun an der Küste der USA gelandet war. Nao beschreibt ihr Leben in Japan, wobei Ruth sich für sie von Tag zu Tag verantwortlicher fühlt und ihr eigenes Leben kaum mehr leben kann.

4. Was hälst Du vom Plot?

Das Buch ist spannend geschrieben, man liest von Seite zu Seite und wartet auf Neuigkeiten von Nao. Dennoch muss ich sagen, dass ich das Ende des Romans nicht nachvollziehen konnte und er mir gerade deshalb doch sehr fremd blieb.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

Ozeki zeigt schon auf den ersten Seiten, in welchem Stil ihr „Briefroman“ geschrieben sein wird. Sie macht neugierig auf die Welten in denen die beiden Protagonistinnen leben.

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Nein. Wie ich schon andeutete ist das Ende doch sehr weit hergeholt und für dies dann doch nicht originell genug. Etwas ähnliches hat man dann doch schon in zu vielen Filmen gesehen.

7. Zentrale Themen?

Japan, Familie, Jugend, Strandspaziergänge, Gemeinschaft, Zen-Buddhismus

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Obwohl es sich ja um ein Tagebuch handelt, das hier erzählt wird, bekommen die Charaktere Leben eingehaucht und werden so deutlich beschrieben, dass sich der Leser gut in die Geschichte hineinversetzen kann.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Sehr gut.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Die Sprache erschien mir nicht besonders.

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

Vor allem die Zitate der buddhistischen Nonne/Großmutter haben mir in diesem Buch gut gefallen. 

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

Das muss man Ozeki lassen, auf die Schnelle fällt mir kein vergleichbares Werk ein.

13. Wie ließ sich das Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

Es ließ sich sehr gut und schnell lesen.

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

Es hat nicht viel gekostet, es wird aber in meinem Besitz bleiben.

15. Stärken des Buches?

Die Großmutter.

16. Schwächen des Buches?

Das Ende.

17. Besonderheit des Buches?

Japan nach dem Tsunami, das ist ein  aktuelles Thema, das Ozeki schnell in einen Roman verwandelt hat.

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

Erstmal fällt mir niemand ein, was vielleicht auch ein Grund ist, warum es den Booker Prize nicht gewonnen hat.

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Nein.

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Nein.

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Nein.

Zsuzsa Bánk: Der Schwimmer (lme)

August/2013, Nummer 47 im Buchclub

Erscheinungsdatum: 2002

Genre: Roman

Sprache: Deutsch

Format: Taschenbuch

1. Warum dieses Buch?

Schon seit einigen Jahren liegt dieses Buch auf meinem Stapel der zu lesenden Bücher. Als es diesen Monat vorgeschlagen wurde, habe ich es auch als Chance gesehen, einmal einen Blick in meine Bücherkisten im Keller zu werfen. Ich freue mich schon, wenn der Platz es wieder zulässt, dass ich sie in meinem Heim unterbringen kann. 

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Ich habe von diesem Buch erwartet, dass es mich einfängt. Seit ich es damals kaufte, ist Zsuzsa Bank zu einer bedeutenden Schriftstellerin Deutschlands geworden. An ihr Debüt hatte ich deshalb hohe Erwartungen.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

In diesem Roman geht es um die Geschichte der Kinder Isti und Kata, die im Ungarn der 80er Jahre aufwachsen. Nachdem ihre Mutter nach Deutschland geflüchtet ist, versucht ihr Vater Kalman die Rolle des Alleinerziehenden zu übernehmen. Wir erleben mit, wie der tief gekränkte Mann einen Platz in der Welt sucht und wie die beiden Jugendlichen sich ihre Welt auf sich selbst gestellt erbauen.

4. Was hälst Du vom Plot?

Der Plot des Romans ist mitreißend erzählt. Eine Familiengeschichte, die die einzelnen Mitglieder dieser großen „Familie“ nacheinander beobachtet und Teile ihrer persönlichen Geschichte erzählt.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

Bank erschafft einen Rahmen für ihre Geschichte, der in der heutigen Zeit spielt und in dem sich die Ich-Erzählerin Kata an ihre Mutter und an die Zeit ohne sie zurückerinnert. 

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Das Ende ist einnehmend, doch irgendwo auch vorhersehbar. Das Buch wird gerade wegen seines Endes im Gedächtnis bleiben.

7. Zentrale Themen?

Familie, Geschwisterliebe, Ungarn, Suche nach dem Ich

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Bank fächert die Charaktere ihrer Hauptfiguren nicht bis zur Unkenntlichkeit auf, sie lässt dem Geheimnisvollen und Unbekannten genau so viel Raum, wie es nötig ist, damit wir die Personen kennenlernen können, trotzdem aber noch weit genug entfernt bleiben, um die Handlung stets nur von außen zu beobachten.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Sehr gut.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Die Sprache hat mir gut gefallen. Typisch für Bank sind Aneinanderreihungen, zum Beispiel: „Er sagte, er höre den Himmel, ganz gleich, wie nah oder weit, ob bewölkt oder wolkenlos, er höre die Trauben, die roten besser als die grünen, und er höre den Staub, der über den Boden weht, wenn sich eine Tür öffne, diese dicken weißen Flocken, die höre er.“

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

„Am Abend vor der Abreise verabschiedeten wir uns vom Wasser. Mein Vater hatte versprochen, mit uns hinauszuschwimmen, ein letztes Mal, und es war eines der wenigen Versprechen, die er gab und hielt, vielleicht, weil er sehen konnte, wie es Isti schmerzte, wie er sich unter Schmerzen zu winden schien, seit wir wußten, wir fahren, vielleicht, weil es jeder sehen konnte, selbst Zoltan, der fragte, was ist mit diesem Jungen.“ (S. 223)

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

Ein guter Familienroman, den man mit anderen Familienromanen vergleichen kann. Meiner Meinung nach unterscheidet sich Banks Stil hier nur wenig von dem anderer Autoren von Familienromanen.

13. Wie ließ sich das Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

Es ließ sich sehr gut lesen. 

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

Ich werde es definitiv behalten, weiß aber nicht mehr, wieviel es gekostet hat, da ich es antiquarisch kaufte. 

15. Stärken des Buches?

Der Plot. 

16. Schwächen des Buches?

Der Gedanke, dass ich es so ähnlich schon gelesen habe.

17. Besonderheit des Buches?

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

Dieses Buch kann man getrost jedem weiterempfehlen. 

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Nein.

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Nein.

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Nein.