Donna Tartt: The Goldfinch (lme)

goldfinchMai 2014, Nummer 55 im Buchclub

 

Erscheinungsdatum: 2014

Genre: Roman

Sprache: Englisch

Format: Hardcover

 

1. Warum dieses Buch?

Sicherlich habe ich das Buch wegen seines Covers so lange missachtet. Auch hatte ich Angst, dass es eine langweilige Abhandlung über ein uraltes Meisterwerk sein könnte. Als Tartt dann aber den Pulitzerpreis gewann, konnte auch ich nicht mehr widerstehen, so dass wir haben The Goldfinch für die Seitenspinner im Mai ausgesucht haben.

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Ich war immer noch nicht sicher, was ich davon halten sollte und habe mir erstmal nicht viele Hoffnungen gemacht, dass ich das Buch mögen würde.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

Dieses über 700 Seiten lange Buch zusammenzufassen, ohne dabei etwas vom Plot preiszugeben, ist schwer. Hier geht es um die Geschichte von Theodore Decker, der im Alter von 13 Jahren einen schweren Schicksalsschlag erfährt. Von da an ist seine Lebensgeschichte eng verbunden mit der des Gemäldes „The Goldfinch“ von Carel Fabritius. Werk und Hauptfigur reisen durch die Welt, können nicht mit- aber auch nicht mehr ohne einander, so scheint es.

4. Was hältst Du vom Plot?

Tartt schafft es hier eine Geschichte zu spinnen, die so gut durchdacht und so schlüssig ist, dass man nicht mehr aufhören kann, zu lesen.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

Der Einstieg war gleich sehr spannend und schon hier steht fest, dass dies ein spannendes Buch werden wird.

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Ja, das Ende passt genau zum Rest des Buches. Der Erzähler wendet sich mit einem Fazit an den Leser und lässt ihn nicht einfach zurück. Ein fast märchenhaftes Ende in diesem Sinne.

7. Zentrale Themen?

Familie, Freundschaft, Ich-Sein, Ichfindung.

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Alle Charaktere sind so plastisch beschrieben, dass ich mich gar nicht für einen Lieblingscharakter entscheiden konnte.  Auch wenn ich nicht alle sympathisch fand, so habe ich mich doch in alle hineinversetzen können.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Das ist Donna Tartt sehr gut gelungen. Auch wenn die Story selber völlig abwegig ist, so zweifelte ich während des Lesens nicht einen Moment an der Welt, die Tartt hier aufgebaut hat.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Die Sprache ist nicht besonders, der Stil passt zum Buch. Es lässt sich schnell lesen, literarisch ist es nicht unbedingt wertvoll.

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

„Sometimes we want what we want even if it’s going to kill us. We can’t escape who we are.“

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

Ich habe mich manchmal an den Schatten des Windes von C.R.Zafon erinnert gefühlt. Tartt erwähnt auch viel Tolstoi und hat mich auf ihn als einen meiner nächsten Autoren neugierig gemacht.

13. Wie ließ sich das Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

Obwohl das Buch so dick war, habe ich es schnell lesen können. Leider ist es recht schwer und passt nicht in jede Handtasche, auch für das abendliche Lesen im Bett war es nicht besonders gut geeignet. Das ist mal wirklich ein Buch, dass man sich als ebook hätte kaufen sollen.

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

£10. Jetzt wo ich es gelesen habe, weiss ich, dass ich auch 20£ dafür ausgegeben hätte.

15. Stärken des Buches?

Der Plot

16. Schwächen des Buches?

Im Nachhinein muss man sagen, dass die Hauptfigur Theo einige Entscheidungen trifft, die man selber so in seinem Leben niemals getroffen hätte. Dennoch, vielleicht ist es ja gerade das, was das Buch spannend macht. Öffnet doch Literatur immer die Möglichkeit neue Erfahrungen durch die Augen eines anderen zu machen.

17. Besonderheit des Buches?

Dass The Goldfinch den Pulitzerpreis gewonnen hat, kann ich nicht ganz nachvollziehen, da ich es literarisch eben nicht besonders aufregend fand.

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

An Menschen, die gerne Kriminalromane lesen und vor allem gerne lesen. Man braucht schon ein bisschen Gewohnheit im Lesen um ein so dickes Buch anzugehen, meine ich.

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Nein

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Nein

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Ich werde mich mal an Tolstoi machen müssen!

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