Martin Mandler: 23 Tage

(lme) In seiner Novelle 23 Tage schreibt der Österreicher Martin Mandler eine Ode an  Laura. Mit ihr gemeinsam hat der Ich-Erzähler, der wie Mandler aus Wien stammt und nun in der Eifel lebt, ein Leben in einem kleinen Eifeldorf aufgebaut, bis sie auszieht „die Männer zu studieren“.

Auf sich ganz allein gestellt, wird ihm seine Einsamkeit und seine Weltfremdheit bewusst. Er sehnt sich nach Laura, doch sehnt er sich wirklich nach ihr? Sehnt er sich nicht nur nach jemandem, der bei ihm ist und für ihn eine Verbindung mit der Lebenswirklichkeit schafft?

Der Protagonist macht sich auf, Laura zu folgen, beobachtet sie in London und fährt dann wieder zurück. Als er sie nach 23 Tagen wieder am Flughafen abholt, ist ihm klar, dass hier nicht die selbe Frau zurückkehrt, die er verabschiedet hat.

Die Story dieser Novelle ist nicht herausragend, ein typisches UBahnbuch. Warum dieses kurze Buch dennoch außerordentlich empfehlenswert ist, kann von der ersten bis zur letzten Seite nachgelesen werden. Mandler bedient sich einer wunderbar poetischen Sprache, die den inneren Monolog des Protagonisten unterlegt und nicht nur flüssig zu lesen, sondern auch inspirierend ist.

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