Taiye Selasi: Diese Dinge geschehen nicht einfach so (lme)

Juli/2013, Nummer 46 im Buchclub

Erscheinungsdatum: 2013

Genre: Roman

Sprache: eigentlich Englisch, gelesen jedoch auf Deutsch

Format: Hardcover

1. Warum dieses Buch?

Wenn Väter einem Bücher schenken,
sollte man sie lesen.

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Auf die Autorin war ich nur kurz aufmerksam geworden, da sie eine derjenigen ist, die dieses Jahr vom Granta Magazin als beste Romanciers gewählt wurden. Mit dem Geschenk kam auch schon gleich eine Begründung: „Das deutsche Feuilleton kriege sich nicht mehr ein ob dieser Autorin“. Ich erwartete also Großes.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

Erzählt wird die Geschichte der Familie Sai, bestehend aus Vater (Kweku), Mutter (Folasadé) und ihren vier Kindern. Wir begleiten jede Figur des Romans einige Zeit ihres Lebens und werden im letzten Teil wieder zur Familie vereint.

4. Was hälst Du vom Plot?

Ich muss zugeben, dass ich ein Faible für Familiengeschichten habe. Deshalb hat mir auch der Plot dieses Buches zugesagt. Hier werden einzelne Fäden miteinander auf wunderbare und intensive Weise verwoben. Dabei lernen wir gleichzeitig noch einiges über Ghana, Nigeria und Afrikaner in den USA. Eine magische Geschichte.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

Der Einstieg zieht hinein. Und man merkt: Selasi ist ihre Geschichte mit einem Mal spontan eingefallen. Hier geht es zu einem Interview mit der Autorin.

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Das Ende war  nicht besonders unerwartet. Aber das ist bei einem solchen Buch nicht weiter tragisch.

7. Zentrale Themen?

Familie, Afrika, Liebe, Medizin, Erziehung

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Alle Charaktere sind so intensiv und deutlich beschrieben, dass sie auf den 400 Seiten der deutschen Ausgabe zu Begleitern und Freunden werden. Selasi schafft es die Brücke zu bauen zwischen Leser und Hauptfiguren, so dass die Identifikation, auch wenn man sich in zwei vollkommen unterschiedlichen Welten befindet, gelingt.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Ganz wunderbar.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Mir hat die Sprache sehr gut gefallen, allerdings habe ich das Buch „nur“ in der deutschen Übersetzung gelesen und kann daher nichts weiter über das englische Original sagen.

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

Alle Sätze dieses Buches sind lesenswert. Deshalb schreibe ich hier einfach irgendeinen als Beispiel auf: (S. 129) „Die Bewegung, nach der sie getastet hat. Oben links, in der Nähe von Sadie, aber dichter beim Herzen, kein Ziehen, keine Enge, auch nicht das Klopfen der Angst, sondern ein Echo, eine Leere, ein Leerwerden. Ein bekanntes Gefühl. Nicht das, wonach die getastet hat und wovor sie sich gefürchtet hat (etwas, das ankündigt, dass dem Kind etwas passiert ist), sondern ein Gefühl, an das sie sich erinnert, unverkennbar, aus früheren Jahrzehnten, eine Erinnerung, von der sie nicht wusste, dass sie noch in ihr ist.“

Selasi ist Meisterin der Schachtelsätze und ist durchdrungen von einer hochaktuellen Sprachgewalt!

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

Man könnte es vergleichen mit Garcia Marquez Werk. Oder auch mit Isabel Allende. Allerdings auf afrikanisch/amerikanisch.

13. Wie ließ sich dan Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

Das Buch ließ sich sehr gut lesen, ich habe nicht lange gebraucht.

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

Ein Geschenk, das mit wegen der Geste und wegen des Inhalts viel bedeutet.

15. Stärken des Buches?

Alles.

16. Schwächen des Buches?

Nichts.

17. Besonderheit des Buches?

Diese Geschichte, die auch noch im Nachhinein ergreift und die einzelnen Mitglieder der Familie Sai, die man so gut kennenlernt.

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

Alle.

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Ja.

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Ja.

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Zu wissen wo sie hingehören, das ist es wonach die Menschen in diesem Buch wohl am stärksten Streben.

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