Kazuo Ishiguro: Nocturnes

(lme) Fünf Kurzgeschichten vom Meister der Romanideen sind in dieser Anthologie versammelt und alle berühren das Thema der Musik auf irgendeine Weise. Die Short Stories sind, wie nicht anders zu erwarten, sehr gut geschrieben. Ishiguro bringt auf den Punkt, was er sagen und beschreiben möchte und umkreist seine Gedanken nicht, bevor er sie findet, wie andere Autoren.

Wer hier allerdings Spannung und Plot erwartet, wie „Never Let Me Go“ und „The Remains of the Day“ es vorgemacht haben, der wird leider enttäuscht werden. Jede der fünf Geschichten hätte das Zeug zu einem Roman gehabt, und hätte besser daran getan, einer zu werden. So fallen die Charakterisierungen teilweise recht einfallslos aus und auch die Erzählungen enden in zwei Fällen zu abrupt.

Dennoch: Besser ein weniger gutes Buch von Ishiguro, als ein Groschenroman von der Tankstelle!

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