Die Amazon Debatte

(lme) Die ARD deckte in einer Reportage auf, wie amazon sein Weihnachtsgeschäft mit ausländischen Leiharbeitern abwickelt, die oft unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten und leben müssen, die Arbeit beim Internetgiganten aber als ihre einzige Chance sehen, überhaupt Geld zu verdienen.

Was bedeutet das für uns als Leser?

Welchen Vorteil bringt ein Bücherkauf bei amazon? 1. Man bekommt das Buch meist am nächsten Tag, 2. Man muss für den Kauf das Haus nicht verlassen.

Welche Nachteile entstehen? 1. Der Konzern kann mit uns machen, was er will (zum Beispiel seinen ebook reader nur für bei amazon gekaufte ebooks öffnen), 2. Menschen werden ausgebeutet, damit wir unsere Bücher schnell und günstig erhalten. 3. Im Ausland oft: Ein teurerer Preis muss für Bücher gezahlt werden, kauft man sie in einer echten Buchhandlung.

Zu den Vorteilen, die bei einem online-Kauf vermeintlich entstehen, ist zu sagen, dass die meisten Buchhandlungen anbieten, das Buch bis zum nächsten Tag zu bestellen. Und aus dem Haus zu gehen, in einer Buchhandlung zu stöbern, gehört doch eigentlich zum großen Glück der Bibliophilie dazu.

Wir haben uns entschieden: Zurück zum Buchhändler des Vertrauens! Denn der allergrößte Vorteil eines jeden Buchhändlers und einer jeden Buchhändlerin ist: Es gibt niemanden unter ihnen, der seinen Beruf nicht liebt, der nicht mit ganzer Seele Bücher verkauft und empfiehlt.

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Eine Antwort zu “Die Amazon Debatte

  1. skyaboveoldblueplace

    Hallo,
    Eure Entscheidung finde ich wunderbar, verfechte das schon seit Jahren, höre aber immer, dass es ja so bequem und günstig ist, bei Amazon zu bestellen usw. Abgesehen von Euren Argumenten, die ich alle stimmig finde, kann ich zum Preis-Argument nur sagen: in Deutschland stimmt das – glücklicherweise – noch nicht, denn wir haben ja immer noch die Buchpreisbindung. Ansonsten ist es schon günstig, aber in erster Linie für Amazon.
    Bei antiquarischen Büchern habe ich eine Zeit lang ZVAB.de genutzt. Das war mal eine unabhängige deutsche Plattform, unter der fast alle deutschen Antiquare Ihre Kataloge durchsuchbar und die gefundenen Bücher dann auch online bestellbar machen konnten. Inzwischen ist ZVAB von Abe Books aufgekauft. Und Abe Books ist eine Tochter von – wer hätte es gedacht – Amazon. Also kann man das Ding nur noch als Suchmaschine verwenden, aber immerhin zeigt es noch die Antiquariate an, die die einzelnen Bücher anbieten. Ich suche dann die Kontaktdaten zum jeweiligen Antiquariat und bestelle direkt. Umständlich, aber wenigstens verdient dann Amazon nicht mit.
    Anyway, die Buchhandlung des Vertrauens ist immer noch die beste Wahl, also nix wie hin, solange sie noch steht.

    Übrigens: euren Blog habe ich gerade erst richtig entdeckt und finde ihn richtig schön.
    Nächtliche Grüsse, Kai

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