Fabio Geda: Im Meer schwimmen Krokodile (as)

Januar/2013, Nummer 41 im Buchclub

Erscheinungsdatum: 2010

Genre: Roman (biographische Grundlage)

Sprache: deutsch

Format: Taschenbuch

1. Warum dieses Buch?

Dieses Buch lag unter dem Weihnachtsbaum und ist nach Kommentaren der „Welt“ ein „atemberaubendes Buch“.

2. Welche Erwartungen hattest Du an das Buch?

Ein spannendes, intensives Buch einer aufregenden Lebensgeschichte.

3. Deine persönliche Kurzzusammenfassung…

Fabio Geda erzählt die Geschichte des afghanischen Jungen Enaiatollah Akbaris, der zum Schutz vor den Taliban von seiner Mutter nach Pakistan gebracht wird. Von dort an auf sich allein gestellt, schlägt er sich in einer Odyssee von Reisen und Arbeiten über den Iran, die Türkei und Griechenland bis nach Italien durch. In diese Erzählung eingebettet sind Ausschnitte von Interviews, die der Autor mit Enaiatollah geführt hat.

4. Was hälst Du vom Plot?

Der Plot ist spannend und ereignisreich, vielleicht sogar zu ereignisreich, um alles auf weniger als 200 Seiten zu erzählen.

5. Wie bewertest Du den Beginn des Buches, den Einstieg in die Geschichte?

Gut und einprägsam mit den drei Versprechen, die Enaiat seiner Mutter vor deren Abschied geben soll und die ihn in seinem Handeln leiten werden.

6. Hat Dir das Ende gefallen?

Ein Happy End eben.

7. Zentrale Themen?

Flucht, Arbeit, Fremdsein, Überleben, Freundschaft und Mitgefühl.

8. Wie sind die Charaktere beschrieben?

Leider nicht sehr nahegehend, obwohl der Plot dafür reichlich Stoff liefern würde. Die Charaktere bleiben flach, während man von Ort zu Ort mitspringt.

9. Wie ist dem Autor die Gestaltung der Welt, in der die Geschichte spielt, gelungen?

Die Welt, in der die Geschichte spielt, wird glaubwürdig, aber meiner Meinung nach auch hier wieder zu flach dargestellt. Es fehlt hier an Reichtum an Eindrücken, um wirklich in das Buch hineingesogen zu werden.

10. Wie hat Dir die Sprache des Autors gefallen? Sein Stil?

Zu einfach. Das große Manko dieses Buches. Die Geschichte ist interessant und spannend, aber der Stil ist nicht literarisch genug. Da hätte ich lieber direkt Interviewaufzeichnungen mit Enaiatollah gehört oder gelesen. Sehr, sehr schade…

11. Dein Lieblingszitat/ die Quintessenz des Buches?

Quintessenz: Man kann froh sein, am Leben und beschützt daheim zu sein.

12. Intertextualitäten des Buches? Man kann es vergleichen mit…

Mit dem „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini oder der „Geschichte von Liebe und Finsternis“ von Amos Oz, die allerdings beide besser sind.

13. Wie ließ sich dan Buch lesen?/ Wie lange hast Du gebraucht?

Sehr schnell und flüssig.

14. Wie viel hat Dich das Buch gekostet, was ist es Dir wert?

Es hat mich nichts gekostet.

15. Stärken des Buches?

Die zugrunde liegende Geschichte ist berührend.

16. Schwächen des Buches?

Die Ausarbeitung.

17. Besonderheit des Buches?

18. An wen wirst Du das Buch weiterempfehlen?

Für junge Leser vielleicht.

19. Ein neues Lieblingsbuch?

Nein.

20. Aufnahme in die Liste der Besten?

Nein.

21. Hast Du etwas Neues gelernt, hat Dich das Buch verändert?

Es hat mich nicht verändert, aber ich habe Neues zur Lage von Flüchtlingen erfahren.

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