Booker Prize wieder in der Kritik

(lme) Der englische Autor Irvine Welsh (bekannt geworden durch seinen Roman „Trainspotting“) hat den Booker Prize, der schon letztes Jahr in die Kritik geraten war, als snobbistisch abgestempelt. Er sagt, dass der Preis sowieso nur von Autoren der englischen Oberklasse oder der früheren Kolonien gewonnen werden könnte und dass Autoren wie er, die sich dem System insofern widersetzen, als dass sie ihre Figuren auch in Dialekt (in seinem Fall schottischem Dialekt) sprechen lassen, keine Chance hätten, den Preis zu gewinnen.

Bereits 2011, dem Jahr in dem Julian Barnes gewann, hagelte es Kritik. Das ehemalige Jurymitglied Andrew Motion erklärte, dass die Jury eine Grenze zöge zwischen Lesbarkeit und hohen literarischen Standards und dass es beim Booker Prize nicht darum gehen sollte, dass möglichst viele Menschen den Gewinner lesen würden. Durch diese Diskussion wurde die mit 50.000 Pfund dotierte Auszeichnung im vergangenen Jahr deutlich herabgestuft.

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