Krachts Imperium Kapitel 8 und 9

(lme) Zur Mitte des Romans hin, kommen wir auch dem Ende der Enklave eindeutig näher. Das Gefühl verfestigt sich durch die Stimme des Erzählers, der erwähnt, dass Engelhardt „nur einmal noch“ sein Paradies verlassen hatte.

Auf einer Art Pilgerfahrt zu den Fidschi-Insen will Engelhardt einen anderen Einsiedler kennenlernen, der, so heißt es, sich einzig von Luft und Sonne ernährt. Dieser stellt sich jedoch als Scharlatan heraus und enttäuscht Engelhardt sehr, der an die Kräfte des Geistes glaubt.

Zurückgekehrt zu seiner Kokosplantage nimmt er sich dennoch vor, sich intensiver um Jünger zu bemühen. Bald danach wird sein Traum wahr; ein deutscher Klaviervirtuose schifft sich ein und wird zu Engelhardts erstem Anhänger, nach dem missglückten Versuch mit Auecken.

Alles verläuft nach Plan, bis noch mehr Deutsche als Anhänger Engelhardts in die Südsee kommen und dort, das Klima und die Lage völlig fehleinschätzend, sich als Plage herausstellen. Engelhardt, der körperlich mittlerweile ausgezehrt ist und an diversen Ekzemen und offenen Wunden leidet, sieht, wie seine Idee des Kokovorismus unmöglich wird. Der zweite Teil endet mit Engelhardts Überlegungen, wie er sich auch seines nächsten Anhängers entledigen könnte.

Das Buch spinnt die Fäden der Geschichte klar, schafft Ringstrukturen und vleibt immer spannend, dabei aber nicht unrealistisch. Durch die Folie, auf der Kracht seinen Roman aufbaut, ist der Plot für uns zwar weit weg, jedoch durchaus ehrlich erzählt.

Bis nächsten Mittwoch wollen wir das Buch beenden.

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