Hiromi Kawakami: Am Meer ist es wärmer

(lme) Der mit dem Untertitel „Eine Liebesgeschichte“ veröffentlichte japanische Roman Am Meer ist es wärmer ist voller Skurilitäten. Wer hier eine Liebesgeschichte im Sinne der englischen Romantik erwartet, wird herbe enttäuscht werden. Stattdessen fühlen wir uns immer wieder erinnert an japanische Zeichentrickfilme.

Rei, der Ehemann der Protagonistin, hat die Familie verlassen, ohne zu sagen warum oder wohin. Kei, seine Ehefrau, kann sich an seine Abwesenheit nicht gewöhnen, spürt ihm nach an die japanische Küste und in ihre Gedanken hinein. Was hier ersehnt, was real ist, bleibt für den Leser unbegreiflich. Surreal schildert die Erzählerin eine Welt, in der ihr Wesen folgen, in der sie in den Tag hinein lebt und sich von Zeichen leiten lässt. Dass Kawakami, eine der bedeutendsten japanischen Schriftstellerinnen der Gegenwart, zunächst Science Fiction schrieb, wird an diesem Buch deutlich.

Ein Buch für Liebhaber japanischer Kultur. Für Wenigleser eher nicht geeignet, da zu umständlich beschrieben und kein eindeutiges Ziel.

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