Auf dem blauen Sofa

(lme) Auch nach der zweiten Ausgabe des blauen Sofas im ZDF wissen wir immer noch nicht, wieso sich das Format so sehr an ein klobiges Möbelstück bindet, dass nur in der Hälfte aller Interviews transportiert werden kann und teilweise als zweck- und sinnfreies Poster im Goldrahmen mit von der Partie sein muss.

Herles überzeugt nicht. Er steht den Büchern weiterhin nüchtern gegenüber, das Vorlesen mit durchlaufendem Text ist anstrengend, langweilig und gibt keinen tieferen Einblick in die Bücher.

Dennoch muss diese Ausgabe des blauen Sofas vom 4. November unbedingt gesehen werden. Herles interviewt den „Schulbuchautoren“ Siegfried Lenz und der alte Schriftsteller gibt die klügsten und interessantesten Antworten auf sehr gute Fragen (hier also doch ein Lob an Wolfgang Herles).

Herles stellt Siegfried Lenz die Frage, was dieser jungen Leuten, die nicht mehr lesen wollen, sagen möchte und Lenz antwortet: „Euch entgeht eine gückliche Antiftung zu einem bewussten Leben.“ Lenz sagt man solle das Buch „als Einladung zum Vergleich mit dem eigenen Leben annehmen.“ Er glaubt fest an die Zukunft des Buches und der Literatur, denn „die Neugierde auf anderes Leben wird immer bestehen bleiben.“ Vielen Dank Herr Lenz, für diese wichtigen und weisen Worte.

 

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