John Irving: Eine Mittelgewichtsehe

(lme) Einen neuen (in diesem Fall „alten“) John Irving zu lesen ist immer ein besonderes Ereignis, da Irving es, wie kaum ein anderer Autor schafft, die Leser in seinen Bann zu ziehen und Geschichten zu spinnen, die einerseits so wahr  und andererseits wierderum vollkommen absurd sind.

Ich nahm mir „Eine Mittelgewichtsehe“ vor, ein Buch, das ich seit längerer Zeit besitze, das mich aber kaum gereitzt hat. Es geht hierbei um einen ehelichen Partnertausch der gründlich schief läuft. Irving beschreibt, wie sich zwei Paare anfreunden und auf die Idee kommen, auf ganz unverfängliche Weise die Partner nachts zu wechseln, tagsüber aber weiterhin eine heile Familie zu sein. Natürlich geht dies alles nach hinten los, die Liebe mischt sich ein und am Ende bleibt vor allem für eine Partnerschaft der üble Nachgeschmack, ausgenutzt worden zu sein.

Irving nimmt in diesem Buch kein Blatt vor den Mund und beschreibt detailliert, wie der Partnerwechsel aussieht, wie er stattfindet und wie er die Personen mitnimmt. Dennoch bleiben sie – für einen Irving – unnatürlich weit vom Leser entfernt.

„Eine Mittelgewichtsehe“ ist ein Buch, das ich nicht weiterempfehlen kann. Wenn man noch kein Buch von John Irving gelesen haben sollte, so ist auf „Owen Meany“ und „Garp“ hinzuweisen. Das sind definitiv Bücher, die man gelesen haben sollte. Was ist euer John Irving-Lieblingsbuch?

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Eine Antwort zu “John Irving: Eine Mittelgewichtsehe

  1. Lehrreicher Blogpost. Interessant, wenn man das Thema auch mal aus einem anderen Blickwinkel beschrieben lesen kann.

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