Literaturnobelpreis 2011

(lme) Der Literaturnobelpreis des Jahres 2011 wird an Tomas Tranströmer verliehen werden. Geboren 1931, veröffentlichte Tranströmer im Alter von 24 Jahren sein erstes Werk.  Seitdem erschienen 12 Gedichtbände des schwedischen Poeten.

Weniger als 500 Seiten umfasse sein Gesamtwerk, das ist es, was die Medien mit am meisten über diesen Autor bewegt. Seit einem Schlaganfall 1990 leidet Tranströmer an einer Aphasie, kann kaum noch sprechen und musste erst wieder lernen, Gedichte zu schreiben.

Mit Tranströmer wählt die Akademie in diesem Jahr einen Autoren, der sich mit Sprache und mit Sprachlosigkeit beschäftigt, beschäftigen musste. Dahinter steckt die philosophische Frage ob man ein Dichter bleibt, wenn man die Sprache verliert.

Warum gewann so lange kein Lyriker mehr den Nobelpreis für Literatur? In unseren Augen ist dies folgender Debatte geschuldet: Ist ein übersetztes Gedicht noch immer das selbe Gedicht, oder entsteht ein neues Kunstwerk aus der Übersetzung, das mehr dem Übersetzer, als dem ursprünglichen Autoren zuzuschreiben ist? Kann deshalb ein Lyriker nur diejenigen Ansprechen, die seine Sprache sprechen? Kann sich die Jury für Metaphern entscheiden, die sie nur in der Übersetzung lesen und verstehen können?

Was haltet ihr vom Lesen von Gedichten in ihrer Übersetzung? Geben wir Tranströmer auf Deutsch eine Chance?

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