Michel Birbaek: Nele und Paul

(lme) Man nimmt es ihm einfach nicht ab. Birbaek trägt in seinem Roman „Nele und Paul“ so dick auf – es geht um DIE große Liebe, um Brandstiftung, um Familienschicksale, um das Leben mit Behinderung und um Kinder als Mißbrauchsopfer – dass man fast kaum noch hinterherkommt, am Ende der 416 Seiten das Buch erschöpft aus der Hand legt und sich freut, dass das eigene Leben weitaus weniger nervenaufreibend ist.

Es mag daran liegen, dass Birbaek lange Zeit als Autor von Drehbüchern gearbeitet hat. So wird man das Gefühl nicht los, der Roman wäre nur für seine Verfilmung geschrieben. Es mag aber auch daran liegen, dass Birbaek für Frauenmagazine schrieb und daher seiner weiblichen Leserschaft von dort meint in die Seele gesehen zu haben.

Insgesamt bleibt uns das Buch zu künstlich, zu durchdacht und zu voll. Es ist weder (große) Literatur, noch ein (schneller) Frauenroman und daher keine Empfehlung wert.

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