Shortlist Booker Prize

(lme) Die Jury des Booker Prize gab ebenfalls ihre Shortlist Anfang September bekannt. Auch hier beschränkte man sich auf sechs Bücher.

Julian Barnes The Sense of an Ending, Carol Birch Jamrach’s Menagerie, Patrick deWitt The Sisters Brothers, Esi Edugyan Half Blood Blues, Stephen Kelman Pigeon English, und A D Miller Snowdrops.

Snowdrops, das  sich mit einem Anwalt aus Moskau beschäftigt, scheint uns zu untypisch um den Booker Prize zu gewinnen. Für Pigeon English spräche der Plot um einen Jungen, der aus Ghana nach England kommt und die dortige Gesellschaft studiert, dagegen spricht allerdings die Wahl der Perspektive eines Jungen. Die Geschichte, die Half Blood Blues spinnt, handelt von einer Musikcombo, die sich durch das Europa kurz vor dem zweiten Weltkrieg musiziert. Gewinnen könnte dieses Buch wegen seines Themas, allerdings gewann erst 2009 mit Wolf Hall von Hilary Mantel ein historischer Roman. Dasselbe gilt für The Sisters Brothers, hinzu kommt, dass dieser Roman in den Vereinigten Staaten spielt. Gegen Carol Birchs Buch spricht hauptsächlich das Cover, das zu sehr auf Frauenroman ausgelegt ist und so wohl keinen derart berühmten Preis ergattern kann.

Unser Tipp ist daher Julian Barnes, der bereits dreimal zuvor auf der Shortlist des Booker Prize stand (mit Arthur and George, England,England and Flaubert’s Parrot). Wieder einmal schafft er eine detaillierte Analyse der englischen Mittelschicht. Vieles lässt Barnes in seinem eher kurzen Buch zwar weg, doch schafft genau das dann den Raum, den die Phantasie zur Fiktion benötigt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s