Online Lesungen

(lme) Geht Lesen auch draußen und in Gemeinschaft? Oder schließt sich dies gegenseitig aus, weil Lesen daheim stattfinden muss, in Konzentration und Ruhe? (So meint Denis Scheck es gäbe kein literarisches Ausgehen.)

Wie sieht es aber mit öffentlichen Lesungen aus? Für viele ist es schier zu langweilig aus einem Buch vorgelesen zu bekommen, wobei man auf (meist) unbequemen Stühlen in (meist) zu hellen Räumen sitzen muss und diese Umstände das Eintauchen in den Mikrokosmos der Literatur gänzlich verhindern. Auch muss man leider allzu oft feststellen, dass ein guter Autor noch lange kein guter Leser sein muss. Dennoch ist es auch etwas Besonderes den Künstler zu beobachten, wie er selbst mit seinem Werk umgeht.

Dafür muss man seit einiger Zeit nicht einmal mehr das Haus verlassen. Unter www.zehnseiten.de  werden Autoren dabei aufgezeichnet, wie sie zehn Seiten aus ihrem Buch vorlesen. Hierdurch kann man daheim, bequem und in Ruhe einen ersten Einblick in das neue Werk erhalten (und zur Not schnell wieder auf „Stopp“ klicken, wenn man merkt, dass hier kein geborener Redner liest). Eine gute Idee, wie wir finden!

Unsere Lieblingslesung ist von Rafik Schami – er braucht keinen Text vor sich, um seine Geschichten dicht und raffiniert zu erzählen, sondern bannt den Leser mit Blickkontakt und Gestik. Ganz im Sinne seiner wunderbaren Literatur selbst.

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