Margaret Forster: Isa & May

(lme) Sieht man sich ein Bild des Arbeitszimmers von Margaret Forster an, so erkennt man gleich, dass hier Geschichten wie „Isa & May“ entstehen. Der Raum, vollgestellt mit Andenken, Büchern, Fotos und Akten, macht den Eindruck, dass seine Bewohnerin träumen will, sich aus der Welt zurückziehen möchte und intensiv mit ihrer Arbeit beschäftigt ist.

Ebenso verhält es sich auch mit der Hauptfigur Isamay, deren Name eine Zusammensetzung der Vornamen ihrer Großmütter ist und die damit auch gleichzeitig deren Schicksal er-trägt, mit-lebt und vor allem mit-fühlt.

Die Autorin vermischt in diesem Text die Fiktion der Geschichte um Isamay und ihrer Großmütter mit einer wissenschaftlichen Doktor-Arbeit Isamays über Beziehungen berühmter Großmütter und ihrer Enkelinnen. Diese Überschneidung tut dem Buch nicht gut. So versinkt man zwar immer wieder kurz, wird dann jedoch durch scheinbar wissenschaftliche Abhandlungen jäh aus dem Miterleben gerissen um sich auf vollkommen anderer Ebene wiederum mit der Theorie auseinandersetzen zu müssen. Dadurch gibt die Autorin dem Leser gleich einiges an Hilfestellung mit, wodurch dieser sich allzu schnell vorgeführt fühlt.

Ein gutes Buch, das mit weniger Anstrengung viel besser hätte werden können.

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